Schutz gegen Diebstahl

Ungefähr alle vier Minuten wird in Deutschland ein Diebstahl begangen und dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Wohnungseinbruch ist oder ein Auto gestohlen wird. Schützen kann sich jeder mit einfachsten Mitteln und einer gewissen Umsicht.

Wer seine Wohnung verlässt und sei es auch nur für eine kurze Zeit, sollte alle Türen schließen und auch die Fenster nicht auf Kippstellung lassen. Keiner sollte seinen Hausschlüssel irgendwo vor der Haustür deponieren, denn hier sind Dieben praktisch alle Verstecke bekannt. Jeder, der eine Beobachtung macht, die auf einen Einbruch hinweist, sollte sofort die Polizei informieren.

Alarmanlagen

Viele verbringen nicht viel Zeit zu Hause, haben aber doch Wertgegenstände dort. Zur Sicherung ihres Eigentums kommen drei Dinge in Betracht, das wäre zum einen eine Alarmanlage, eine Überwachungskamera und zum anderen ein Tresor.

Eine solche Anlage ist hilfreich, wenn durch bauliche Maßnahmen nicht genügend Sicherheit auf einem Grundstück herrscht. Diebe wollen ihr Geschäft schnell hinter sich bringen, geht eine Alarmanlage entweder durch Helligkeit oder einem akustischen Signal los, werden sie auch schnell flüchten.

Vor einem Kauf sollten allerdings einige Dinge geregelt werden, denn nicht jede Anlage ist für jedes Objekt auch geeignet. Es sollten also immer nur geprüfte und zugelassene Anlagen erworben werden. Zudem sollten Versicherungsunterlagen studiert werden, ob es irgendwelche Auflagen in Bezug auf eine Alarmanlage gibt.

Eine gute Alarmanlage ist in drei unterschiedliche Klassen eingeteilt. Die erste steht für den Schutz von privat genutzten Objekten und die Zweite ist für Gewerbeobjekte. Die dritte Klasse wird dann genutzt, wenn eine speziell hohe Gefährdung vorliegt, zum Beispiel bei einer Bank oder einem Juwelier.

Eine Alarmanlage sollte auch auf keinen Fall allein installiert werden, wenn derjenige nicht vom Fach ist, sondern das sollte ein Profi machen. Nur so kann später garantiert werden, dass die Anlage auch tadellos arbeitet. Neueste Techniken garantieren mittlerweile einen Rundumschutz, der sogar mit einer Wachgesellschaft oder einem Polizeirevier gekoppelt werden kann.

Funk-Alarmanlagen

Funk-Alarmanlagen müssen nicht zwangsläufig sehr teuer sein, denn es gibt Modelle mit einem Preis von rund 80 Euro. Wer mehr ausgeben möchte, sollte dies tun, denn nicht alle Billiganlagen halten auch, was sie versprechen.

In aller Munde sind heute Smart- Home- Anlagen. Wobei ein Einbruch direkt auf das Handy oder Smartphone gemeldet wird. Nun kann der Besitzer schnell handeln und die Polizei informieren. Selbst Heizungen oder Licht können mit Smart- Home gesteuert werden, wer einen Dieb selber stellen möchte, kann das mit dem Auslösen einer Überwachungskamera, einer Sirene oder einem Bewegungsmelder selber übernehmen.

Mittlerweile gibt es auch Anlagen, die nicht nur durch Geräusche einen Eindringling melden, sondern mit Reizgas oder Nebel arbeiten. Diese Anlagen können nicht nur ganze Häuser schützen, sondern auch Boote, Fahrräder oder Autos.

Die clevere Kombi

Wer sein Eigentum schützen möchte, hat manchmal ganz eigene Ideen und so kam vor einiger Zeit ein Kombigerät auf den Markt, das nicht nur einen Alarm auslöst, sondern auch eine Kamera einschaltet, sobald ein Dieb einsteigen will.

Es ist auch im Nachhinein möglich, den Täter zu identifizieren, denn anhand der Bilder aus der Kamera ist er zweifelsfrei zu erkennen.

Wertgegenstände gehören in einen Tresor

Tresore für den Hausgebrauch gibt es in allen möglichen Größen und Preiskategorien. In der Regel wird ein Wandtresor verwendet, wenn Schmuck, Bargeld oder andere Wertgegenstände sicher verwahrt werden sollen.

Um einen Wandtresor anzubringen, muss zwar ein Loch in die Wand geschlagen werden, aber Gegenstände sind auch richtig aufgehoben. Diese Anschaffung kann allerdings bis zu 1000 Euro teuer werden, denn der eigentliche Tresor ist zu einem Preis von 300 Euro oder mehr zu haben und der Handwerker kostet noch einmal um die 400 Euro.

Zudem gibt es auch Tresore, die in einem Möbelstück verbaut werden können. Modelle, die mit einem Schlüssel zu öffnen sind, sollten es nach Möglichkeit nicht sein, eine Zahlenkombination ist um einiges sicherer.

Ein frei stehender Tresor sollte nur für gewerbliche Zwecke genutzt werden, diese wiegen bis zu 1000 Kilo und können aus diesem Grund auch nicht einfach abtransportiert werden. Im Handel gibt es zudem Tresore, die unterschiedliche Sicherheitsstufen aufweisen, hier kann gewählt werden, je nachdem, wie hoch die Geldsumme ist oder wie teuer der Wertgegenstand, der sich im Tresor befindet.

Wer sollte einen Tresor haben?

Wertvolles, wie zum Beispiel Goldbarren oder Schmuck sollten nicht zu Haus in einem Tresor gelagert, sondern in einem Bankfach aufbewahrt werden. Jeder, der sich einen Tresor einbauen lassen möchte, sollte im Vorfeld überlegen, ob es sich überhaupt rentiert.

Wer sich dafür entscheidet, muss beim Kauf auf die Europanorm achten, die mit der Kombination 1143-1 ausgewiesen ist. Diese halten nicht nur Einbrüchen stand, sondern nehmen auch bei einem Brand keinen Schaden.

Der Tresor sollte auch nur dort eingebaut werden, wo er wirklich Sinn macht. Werden Wertgegenständer im Schlafzimmer abgelegt, hat er in Kellerräumen nichts zu suchen. Der Tresor sollte auch von einem Fachmann eingebaut werden, denn nur somit ist er wirklich fest verankert und kann nicht einfach herausgezogen werden.

Was muss beim Kauf beachtet werden?

Jeder, der sich einen Tresor zulegen möchte, sollte überlegen, was sinnvoll für ihn ist. Im Handel gibt es unterschiedliche Modelle, so gibt es einen Möbeltresor, einen Standtresor und einen Wandtresor. Der Möbeltresor kann dezent in einem Möbelstück verbaut werden, das kann ein Schrank oder eine Kommode sein.

Wer sich einen Standtresor zulegen möchte, sollte auf eine zusätzliche Bodenverankerung Wert legen, auch wenn Diebe es schwer haben würden, einen Tresor mit einem Eigengewicht von bis zu 1000 Kilo aus dem Haus zu tragen.

Der Wandtresor sollte fachgerecht verbaut werden, die Kosten von einem Handwerker, der darauf spezialisiert ist, sind gut angelegt. Beim Schließmechanismus ist ebenfalls darauf zu achten, dass der Tresor nicht mit einem Schlüssel geöffnet und geschlossen werden kann, sondern dass er eine digitale Tastatur besitzt.

Diejenigen, die nicht viel Geld ausgeben wollen, einen Tresor aber für angemessen halten, können auch einen Gebrauchten erwerben, aber nur dann, wenn er zertifiziert ist.

Je nach Sicherheitsstufe kosten die Modelle auch, für einen privaten Haushalt können bis zu 200 Euro angeschlagen werden. Gekauft werden kann der Tresor sowohl in einem Fachgeschäft als auch im Internet, wobei die Auswahl an neuen und gebrauchten Tresoren natürlich um einiges größer ist.